Druckerei DruckVogt Berlin - Glossar

Glossar

A
Acrobat
Software von Adobe, mit der Dokumentenseiten erzeugt werden, die mit Hilfe eines Acrobrat Readers (kostenloses Programm) auf jeder gängigen Rechnerplattform angesehen und ausgedruckt werden können. Vorteil: Es bleiben alle Schriften, Farben und Formen des Dokuments identisch erhalten, auch wenn die Schriften oder das Programm, mit der das Dokument erzeugt wurde, nicht auf dem Rechner des Betrachters vorhanden ist. Weltweiter Standard im Dokumentenaustausch und -management.

Amerikanische Falzung
bezeichnet die Art und Weise der Verarbeitung eines Schutzumschlages für eine Weichbroschur. Dieser wird, vor dem Umlegen um den eigentlichen Umschlag, an den langen Seiten nach innen gefalzt. Dadurch ergibt sich ein an den langen Seiten ein zweilagiger Schutzumschlag.

AM-Rastertechnik
Siehe Amplitudenmodulierter Raster.

Amplitudenmodulierter Raster
auch bezeichnet als„autotypischer Raster", ist ein Rasterverfahren, bei dem die Rasterpunkte gleiche Abstände besitzen und die Halbtöne durch unterschiedliche Größen der Rasterpunkte erzeugt werden. Bei diesem Rasterverfahren müssen mehrere Farbformen im Zusammendruck in genau einzuhaltenden Rasterwinkeln zueinander verdreht werden, um die Entstehung eines Moiré-Effektes zu verhindern.

B
Bilderdruckpapier
ist ein gestrichenes Papier, bei dem die Oberfläche mit einem Bindemittelauftrag („Strich“) veredelt ist. Als Material für den Bindemittelauftrag wird sogenannte Streichfarbe verwendet, deren Hauptbestandteil Kreide, Kaolin, Kasein oder Kunststoffdispersion sein kann. Das Papier bekommt dadurch eine geschlossenere, glattere , stabilere und weniger saugfähige Oberfläche, wodurch eine hohe Detailwiedergabe und bessere Qualität beim Druck erreicht wird. Der Strich wird unterschieden in glänzend, matt und halbmatt.

Broschur
Eine Broschur ist ein Buchblock, der einen flexiblen Umschlag besitzt, welcher direkt am Produkt anliegt.
Einfache Broschur bzw. Weichbroschur
Broschur mit 4-fach (auch 2-fach möglich) gerilltem Umschlag. Ein Kartonumschlag wird um den Buchblock gelegt und mit der ersten, der letzten Seite und dem Rücken verleimt.

Englische Broschur
Eine Broschur mit einem unbedruckten Kartonumschlag, um den ein bedruckter Schutzumschlag gelegt ist, der vorn und hinten eingefalzte Klappen aufweist. Am Rücken ist der Schutzumschlag in der Regel am Kartonumschlag angeklebt.

Breitklappenbroschur
Auch als Französische Broschur bekannt. Um einen bedruckten Buchblock wird ein bedruckter Umschlag mit Klappen gelegt und verleimt

Steifbroschur bzw. Bibliotheksbroschur
Pappdeckel werden auf das Vorsatz kaschiert. Die Dicke der Buchbinderpappe richtet sich nach der Dicke des Buches. Der mit dem Pappdeckel versehene Buchblock wird vorn beschnitten, der Geweberücken wird fest auf den Buchblockrücken geklebt, Papierbezug mit Vordereinschlag umgelegt, danach oben und unten beschnitten.

Schweizer Broschur
Bei der Schweizer Broschur ist der Buchblock am Rücken mit einem Gewebestreifen eingefasst. Der äußere Kartonumschlag klebt nicht am Rücken des Buchblockes, sondern mit einem schmalen Streifen an der letzten Seite des Buchblocks. Dies verbessert das Aufschlagverhalten der Broschur erheblich.

Broschüre
Eine Broschüre ist in der ursprünglichen Bedeutung ein Schriftwerk von geringem Umfang ohne Einband, das buchbinderisch als Broschur hergestellt wird. Heute werden drahtgeheftete und klebegebundene Broschüren in der Art der Weichbroschur unterschieden.

C
Cellophanierung
Aufbringen einer Kunststofffolie als Schutz und Veredelung. Die Folie wird in Spezialmaschinen auf das Papier aufgebracht und verklebt. Der Vorgang wird auch als Laminieren oder Kaschieren bezeichnet. Wichtig ist die Verträglichkeit von Material, Druckfarbe, Folie und Kleber. Es gibt Glanz-, Matt- und kratzfeste Mattfolien.

CTP-Plattenbelichtung
Bei der Computer-to-Plate (CTP) Verarbeitung von Druckdaten werden diese, ohne den Umweg über einen grafischen Film, mittels eines Lasers direkt auf die Druckplatte belichtet. Da nachträgliche Korrekturen an der Druckplatte unmöglich sind, müssen die Belichtungsdaten vorher fertig aufbereitet werden (z. B. Berücksichtigung des Bedruckstoffs),.

D
Dispersions Lack
Wasserlöslicher neutraler, glänzender oder mattierender Lack der mittels eines Lackwerks in der Druckmaschine auf die zu veredelnden oder zu schützenden Druckbogen aufgetragen wird. Zu beachten ist die Verträglichkeit von Material und Druckfarbe.

Druckfarben
Ökoboard
Scheuerfeste, schnell wegschlagende Offsetdruckfarbe die auf der Basis pflanzlicher Bindemittelkombinationen entstanden ist.
Ökonorm
Scheuerfeste, verzögernd wegschlagende Offsetdruckfarbe

F
Farbmanagement
Das Farbmanagement, auch Color-Management genannt, ist ein Vorgang zur Erzeugung gleicher Farberfassung und exakter Farbwiedergabe unabhängig vom verwendeten Eingabe- oder Ausgabegerät.

FM-Rastertechnik
Siehe Frequenzmodulierter Raster

Folder
Unter dem Begriff Folder (engl. für Ordner) versteht man im eigentlichen Sinn einen gefalzten, nicht gehefteten Prospekt. Andere Bezeichnungen sind auch Faltprospekt oder Faltblatt.

Frequenzmodulierter Raster
Verfahren zur Halbtonsimulation durch Rasterpunkte gleicher Größe, aber unterschiedlicher Abstände voneinander. Die Anzahl der Punkte, die in einem bestimmten Bereich liegen, bestimmen den Farbton. Qualitativ sehr hochwertig, erfordert aber bei Plattenkopie und Druck teilweise andere Arbeitsweisen. Vorteile: kein Moiré-Effekt und bessere Detaildarstellung. Nachteil: Farbige Flächen können fleckig erscheinen.

P
PDF
Das Portable Document Format (PDF; deutsch: (trans)portables Dokumentenformat) ist ein plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente. Konvertierungsprobleme zwischen Anwenderprogrammen entfallen. Die orginalgetreue Wiedergabe der Dokumente ist gesichert. Die Dateien werden von den Programmen Acrobat oder Adobe Reader dargestellt. Letztes steht kostenfrei allen Nutzern zur Verfügung. Entwickelt wurde das Format vom Unternehmen Adobe Systems. Link: www.adobe.de

Primer
Dispersionslack mit Hafteigenschaften, um den Bedruckstoff zur Veredelung mittels einer Cellophanierung oder eines UV-Lackes vorzubereiten.

Prozess Standard Offsetdruck
Der Prozess Standard Offsetdruck (PSO) stellt ein zentrales Instrument zur Prozesskontrolle und Qualitätssicherung in der Druckindustrie nach ISO 12647-2 dar und ist weltweit gültig. Er ist ein Regelwerk für farbgenaues, standardisiertes Arbeiten. In ihm sind die Anforderungen an Daten, Filme, Druckplatten und Proofs, Andrucke und Auflagendruck festgelegt. Alle an der Druckproduktion Beteiligten arbeiten dadurch effizienter zusammen. Zwischen- und Endergebnisse erhalten eine vorhersehbare Farbqualität.

T
Trapping
Trapping (oder auch Contour Trapping) – zu deutsch Überfüllen – bezeichnet eine Methode bzw. ein Verfahren, um an der Grenzlinie zweier Druckfarben weiße Ränder oder Löcher, sogenannte Blitzer, die durch ungenaue Papierführung oder Papierverzug entstehen, zu vermeiden. Beim Trapping wird um das hellere Objekt eine dünne Kontur gelegt, die sich unter das benachbarte dunklere Objekt legt. Dadurch werden an der Grenzfläche zweier Objekte die Farben übereinander gedruckt und Ausrichtungsfehler vermieden.

U
UV-Lackierung
UV-Lacke sind Lacke auf Acryl-Basis, die durch UV-Strahlung getrocknet bzw. gehärtet werden. Durch die besonders harte und glatte Oberfläche bietet der Lack hohen Schutz gegen mechanische Beanspruchung und Witterungseinflüsse. Durch seine hochglänzende Eigenschaft ergeben sich interessante Gestaltungsmöglichkeiten (UV-Spot-Lackierung).

W
Wire-O-Bindung
Bindungsart, auch Drahtkammbindung genannt. Die zu einem Buchblock oder Kalender zusammenzufassenden Seiten werden standardisiert gelocht. In die Lochung wird ein kunststoffummantelter Draht, der in Schlaufen (Loops) gelegt ist, eingefädelt. Das Besondere bei dieser Bindung ist, dass einerseits die Seiten um 360° umgeblättert werden können und andererseits das Buch plan auf einem Tisch liegen kann.

Workflow
Prozesskette die aus einzelnen Aktivitäten, die in Abhängigkeit zueinander stehen, aufgebaut ist und informationstechnisch gesteuert wird.

X
XML
Die Extensible Markup Language (engl. für „erweiterbare Auszeichnungssprache“), abgekürzt XML, ist eine Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten in Form von Textdaten. XML wird u. a. für den plattform- und implementationsunabhängigen Austausch von Daten zwischen Computersystemen eingesetzt.